Customer Experience

Patentlösung Marketplace

Wie kann der Handel profitieren?

28. April 2022

5 Minuten

Praxistipps für die konkrete Umsetzung

Praxistipps für die konkrete Umsetzung

Bedeutende Handelsunternehmen wie Amazon, Otto, Douglas oder Claas machen es vor: Sie alle betreiben einen eigenen Online-Marktplatz. Doch ein solcher eignet sich nicht für jeden Händler gleichermaßen.

Für welche Branchen, Unternehmensgrößen und Zielgruppen ist ein Online-Marktplatz wirklich sinnvoll?

Und auf welche Besonderheiten sollten Retailer bei der konkreten Umsetzung achten, damit die eigene Handelsplattform zum sicheren Erfolgsgarant wird?

Für die meisten Verbraucher sind Amazon und Co. aus ihrer täglichen Shopping-Praxis nicht mehr wegzudenken. Dabei hat der Erfolg des Platzhirsches aus Seattle weltweite Signalwirkung für Unternehmen, die ihre Produkte bereits über verschiedene Online-Kanäle anbieten. So denken viele Händler mittlerweile darüber nach, einen eigenen Marketplace ins Leben zu rufen.

Doch dabei fehlt es häufig an Erfahrungswerten: Die meisten Kandidaten wissen nicht, wie ein gelungener Einstieg aussehen kann und welche erfolgversprechenden Konzepte es für Händler gibt. Zudem ist oft unklar, welche typischen Fallstricke lauern können und welche technischen Herausforderungen zu stemmen sind. Und schließlich haben viele Unternehmen noch nicht einmal konkrete Ziele in ihrer Marktplatzstrategie definiert.

Die wichtigsten Punkte des Blogs

Händler entwickeln sich über die Plattform zum Ökosytem, sie erreichen mehr Wachstum mit ihren Partnern. Prozesse lassen sich effizienter gestalten und nicht zuletzt erhalten Kunden einfach ein besseres Angebot – ob mit breiteren und tieferen Sortimenten oder mit zusätzlichen Services.

Andreas Frary Partner bei KPS Unified Commerce & Ditgital Customer Experience

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Der Marktplatz muss in die Gesamtstrategie passen

Der Marktplatz muss in die Gesamtstrategie passen

Wichtig bei der Umsetzung ist: Ein Marktplatz muss immer Teil eines stimmigen Gesamtkonzeptes sein. Bei dessen Entwicklung sollten sich Händler einige zentrale Basics klarmachen:

  • Welche Meilensteine sollen wann erreicht werden?
  • Bedient das Portfolio eine Nische, wenn ja, welche?
  • Wer sind die Zielkunden und welche Bedürfnisse haben sie
  • Welche Wachstumsstrategie wird verfolgt?

Werden diese Fragen im Vorfeld geklärt, steigen die Erfolgsaussichten einer Marktplatz-Implementierung deutlich. Im nächsten Schritt können Unternehmen dann ausloten, wie sich der bestehende Traffic auf der Webseite gezielt über einen Marktplatz monetarisieren lässt. Dies ist vor allem dann von Belang, wenn der Anbieter mit seinem Lösungsportfolio erfolgreich eine spezifische Branche adressiert und sich hier bereits einen Namen gemacht hat.

Nischen identifizieren und für Marktplatz-Implementierung nutzen

Auch wenn die Marktmacht der großen Player wie Amazon erdrückend scheint – es lohnt sich dennoch, genau hinzuschauen und zu recherchieren: Gibt es Lücken oder Nischen, die sich mit einem branchenspezifischen Marktplatz präzise bedienen lassen?

Falls ja, sollten Unternehmen die Chance ergreifen und versuchen, sich über einen Produkt-USP oder einen besonderen Service-Level vom Wettbewerb zu differenzieren. Ist ein Marktplatz erstmal erfolgreich implementiert, bietet er etliche Chancen: So können Anbieter ihr Produktsortiment in der Breite und Tiefe erweitern, neue Angebote testen und langfristig auch Logistikkosten einsparen.

Es lohnt sich, genau hinzuschauen: Gibt es Lücken oder Nischen, die sich mit einem branchenspezifischen Marktplatz präzise bedienen lassen?

Customer Centricity auch beim Marktplatz entscheidend

Customer Centricity auch beim Marktplatz entscheidend

Dieses große Potenzial sieht auch Michael Urban, Experte für Agile Transformation und E-Commerce: Laut seiner Einschätzung stellen sich alle namhaften Online-Händler bereits jetzt als Marktplätze auf, was zu einer Goldgräberstimmung im Retail-Segment führt. Der Weg zu einer funktionierenden Marktplatz-Lösung ist jedoch steinig und benötigt viele Jahre der Optimierung, bis sie reibungslos funktioniert.

Dazu kommt: Die Entwicklung eines Marktplatzes sollte nie rein aus der Perspektive des Anbieters, also beispielsweise als neuer Vertriebskanal betrachtet werden. Vielmehr ist es erforderlich, immer die Sicht des Konsumenten sowie seine spezifischen Bedürfnisse und Vorteile in den Mittelpunkt zu stellen. Händler müssen daher im Hinterkopf behalten, dass für Kunden in der Regel die Marke entscheidend ist – und nicht der Marktplatz, auf dem sie das Produkt kaufen. Dieser ist letztendlich nur die Plattform, die passgenau auf die Wünsche der Verbraucher eingehen muss, um beim Shopping berücksichtigt zu werden.

Online-Marktplätze liegen klar im Trend!

Online-Marktplätze liegen klar im Trend!

Die kleineren Händler folgen hier dem Beispiel der großen Player. Dennoch muss der Aufbau einer entsprechenden Plattform von einem strategisch ausgefeilten Konzept getragen und von langer Hand geplant werden. Nur so besteht die Aussicht, einen Marktplatz langfristig erfolgreich am Markt zu etablieren.

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Steve Leichsenring

Partner