Chancen der Digitalisierung und Vertikalisierung

Der Modehandel ist das größte und am schnellsten wachsende Segment im Onlinehandel. In den vergangenen Jahren hat in der Branche weltweit ein grundlegender Strukturwandel stattgefunden. Die Wettbewerbsverhältnisse haben sich durch die starke Vertikalisierung und den unaufhaltsamen Vormarsch des Online-Handels grundlegend verändert.

Wachstum wird in der Branche in erster Linie über die Expansion der eigenen Ladenflächen und über Verdrängung erreicht. Die Margen stehen sowohl bei Herstellern als auch im Großhandel unter Druck und der Zustrom internationaler Filialisten in die europäischen Märkte hält an. Steigende Kosten in der Beschaffung durch steigende Baumwollpreise und steigende Löhne in den Fertigungsländern, sinkende Kapazitäten Chinas und die dadurch erforderliche Verlagerung der Fertigung in andere Länder sowie das an Bedeutung stetig zunehmende Thema Nachhaltigkeit sind weitere Herausforderungen. Kollektionszyklen werden an das Kaufverhalten der Kundengruppen angepasst und immer kürzer. Zusätzlich verändert die Vertikalisierung die Zusammenarbeit zwischen Handel und Industrie: Aus Lieferanten und Kunden werden Konkurrenten, der Direktvertrieb der Hersteller über den Ausbau ihrer Retail-Flächen, besonders aber auch über den Onlinevertrieb, wächst weiter.

Die Strategie der Flächenexpansion ist nicht nachhaltig wirksam. Die Toplagen sind verteilt, die weißen Flecken auf der Landkarte werden immer weniger und vor allem das Kaufverhalten der Konsumenten verändert sich grundlegend. Die starke Zunahme im Onlinesegment ist ein weiterer Faktor: Neue Angebote, wie vom Kunden online individuell gestaltete Schuhe oder maßgeschneiderte Hemden und Anzüge über das Internet, sind neue erfolgreiche Geschäftsmodelle, die vor allem bei jüngeren Generationen Anklang finden.

Es stellt sich die Frage nach neuen Absatzmöglichkeiten, insbesondere im Online-Bereich. Wie kann Omnichannel erfolgreich funktionieren? Welche technologischen Voraussetzungen sind erforderlich für herausragende Service Levels am digitalen Kunden und die schnelle und stringente Abwicklung von Online-Prozessen im Hintergrund? Welche neuen Lösungen können eingesetzt werden, um Kunden ans Unternehmen zu binden und welche Rolle können Apps und Smartphones spielen? Wie sieht der Store der Zukunft aus?

Modeunternehmen müssen ihre Kernfähigkeiten strategisch beurteilen, weiterentwickeln und innovative Konzepte umsetzen:

  • Die Stärken des stationären Handels müssen neu ausgerichtet und ausgespielt werden
  • Alle Vertriebskanäle müssen im Omnichannel integriert werden
  • Das Marken- und individuelle Einkaufserlebnis des Kunden muss über alle Kanäle im Vordergrund stehen
  • Operationale Abläufe müssen optimiert werden

Die Verknüpfung und Nutzung der Möglichkeiten aller Vertriebskanäle und die personalisierte Kundenansprache erfordern die ganzheitliche Betrachtung der drei Ebenen Strategie, Prozess und Technologie. Auch Operational Excellence kann nur vor diesem Hintergrund beleuchtet und erreicht werden. Der Schlüssel zur erfolgreichen Implementierung neuer, innovativer Omnichannel-Konzepte liegt im Verständnis der Komplexität der Prozesse und abhängigen Technologien sowie der Fähigkeit, diese schnell umzusetzen.

KPS ist bevorzugter Beratungspartner von Unternehmen, die führend in der Branche sind. KPS Rapid-Transformation® basiert auf der Expertise der KPS-Berater und einer stringenten und vielfach bewährten Transformations-Methode. Insbesondere das grundsätzliche Verständnis der komplexen Themen im Modehandel, von der Produktentwicklung bis zum Bestandsmanagement im Retail und die dadurch entstehenden komplexen Abhängigkeiten von Organisation, Prozessen und IT-Infrastruktur, erfordern das Wissen von Experten. KPS hat über 200 Fashion-Spezialisten, die sich täglich mit diesen Aufgabenstellungen zum Nutzen ihrer Kunden auseinandersetzen.