EDI-gesteuerte Beschaffung

Digitale Omnichannel-Strukturen für den Möbelhandel

Im Möbelhandel müssen Einzelhandelsfunktionen wie der Verkauf von Artikeln über die Kasse, also B2C-Funktionen, mit B2B-Bestell- und Auftragsabwicklung in einem Prozess in Echtzeit abgebildet werden können. Wie mit der Einführung automatisierter EDI (Electronic Data Interface) Beschaffungssysteme die Bestellabläufe schneller und effizienter abgewickelt werden können, zeigt das Beispiel des erfolgreichen Möbelhändlers dodenhof.

Die Herausforderung

Der Anspruch der Kunden an ein möglichst bequemes aber auch persönliches Kauferlebnis sorgt beim Handel für enorme Komplexität. Dodenhof, der größte Shoppingcenter-Betreiber in Deutschlands Norden, stand vor der Aufgabe, Bestellungen bei Lieferanten aus unterschiedlichen Bereichen – Einrichtung, Technik, Mode, Wohnaccessoires – über alle Kanäle zielgerichtet und bedarfsgerecht verfügbar machen zu können. Dazu war es erforderlich, die unterschiedlichen Inbound und Outbound EDI-Datenstrukturen des Unternehmens zu einem unternehmensweiten EDI-System zu vereinheitlichen. Im Modebereich sollten aus eingehenden EDI-Nachrichten Artikel erstellt werden. Zudem wollte der Kunde die bei Abweichungen von Preis, Menge bzw. Termin erforderliche Nachbearbeitung bei den Lieferanten automatisieren.

Die Lösung

Die EDI-gesteuerte Beschaffung setzt auf dem bei Dodenhof bereits erfolgreich implementierten SAP-Retail System auf. Mit Unterstützung der KPS-Experten hat Dodenhof in diesem System seinen stationären wie digitalen Handel in einer zentralen Warenwirtschaftslösung verzahnt, in der alle Kanäle und Funktionen zusammenlaufen. In dieses System ist auch die EDI-Bestellung integriert.
Für das Mapping der unterschiedlichen Datenstrukturen auf einheitliche SAP IDOC-Strukturen banden die KPS-Experten ein Clearing Center ein. Zusätzlich wurde für die Anforderungen bei Dodenhof ein spezielles Bearbeitungscockpit für die eingehenden EDI-Nachrichten entwickelt. Auch die Order Response wird vom System gesteuert: Eingehende EDI-Nachrichten werden anhand von Regelwerken entweder automatisch verbucht oder zur manuellen Nachbearbeitung bzw. Klärung vorgesehen.

Der Kundennutzen

Die EDI-Beschaffung ermöglicht die effiziente Überprüfung und Nachbearbeitung von Bestellabläufen durch den Fachbereich. Bestellabweichungen können zeitnah mit den Lieferanten geklärt werden. Im schnellen Modebereich ist das direkte Anlegen von Artikeln aus den eingehenden Order Response-Nachrichten möglich.