Nachhaltigkeit beginnt mit Prozessoptimierung

Die Etablierung einer nachhaltigen Supply Chain setzt eine solide und stabile Unternehmensbasis voraus, wonach alle Prozesse so gestaltet sind beziehungsweise optimiert werden, dass sich eine nachhaltige Handlungsweise realisieren lässt.

Wie setzen erfolgreiche Unternehmen diese Anforderungen konkret um?

Immer stärker wird von Stakeholdern eine nachhaltige Supply Chain gefordert. Nachhaltige Werte in Unternehmen zu verankern benötigt allerdings mehr als nur eine Festlegung von Werten, Zielen und Strategien, wie etwa ökonomische, ökologische und soziale Verhaltensweisen entlang der gesamten Lieferkette. Vielmehr setzt der Aufbau einer nachhaltigen Supply Chain voraus, die Anforderungen der Stakeholder und unterschiedlichste Informations-, Material- und Werteflüsse transparent abzubilden sowie Prozesse zukunftsfähig zu integrieren. Das Ziel muss hier sein, die Handlungsfähigkeit bei Unternehmen nicht einzuschränken. Dabei sollen mit einer nachhaltigen Handlungsweise die Lieferfähigkeit und Flexibilität erhalten bleiben, die Kosten reduziert und die Erwartungen von Kunden erfüllt werden.

Nachhaltige Supply Chain – von der Vision zur Transformation

Um diese komplexen Prozesse zunächst transparent zu machen und in einem weiteren Schritt zu optimieren, müssen fünf zentrale Herausforderungen beachtet werden, damit ein solches Transformationsprojekt gelingt:

  • Komplexität: Inhaltliche, zeitliche oder regionale Anforderungen und unterschiedliche Zukunftsszenarien können in die „Komplexitätsfalle“ führen.
  • „Moving Targets“: Obwohl sich Anforderungen und Ziele ständig ändern und weiterentwickeln, bleibt eine Erwartung konstant – das zügige Erreichen eines hohen Reifegrades.
  • Standardisierung vs. Individualisierung: Die IT will Standardisierung, die Fachbereiche wollen Spezialisierung. Diese Anforderungen stehen zunächst gegeneinander. Es gilt, sie gemäß der 20/80-Regel gut auszubalancieren.
  • Koexistenz-Management: In der Roll-out-Phase geht es nicht anders – der parallele Betrieb von Prozessen, Systemen und Infrastrukturen muss gemanagt werden.
  • Change Management: Last but not least muss das Augenmerk darauf liegen, die Beteiligung und Akzeptanz der Fachbereiche sicherzustellen.

Traditionelle IT-Implementierungsmethoden scheitern nachweislich an diesen Herausforderungen. Eine durchgehende, integrative Vorgehensweise im Projekt hilft, ihnen zu begegnen.

Die KPS Rapid-Transformation® Methode ist darauf ausgerichtet, solche komplexen Transformationsszenarien über alle Unternehmensbereiche hinweg zu managen. Dabei werden alle Prozesse, Systeme und Infrastrukturen miteinbezogen – also auch die vollständige Supply Chain. Zentrale Faktoren sind Versorgungssicherheit und maximale Flexibilität, um eine kostenoptimierte, nachhaltige Lieferkette zu etablieren sowie die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig und langfristig abzusichern. Die Methode bietet hierbei eine integrative und ganzheitliche Vorgehensweise. Somit ist ein reibungsloser Übergang von der Strategiedefinition, über die Prozessmodellierung bis hin zur Umsetzung in die passende Systemumgebung sichergestellt. Im Vergleich zu herkömmlichen Methoden, bei denen zunächst jede Phase einzeln hintereinander durchgespielt wird (Wasserfallmethode), lassen sich mögliche Fehler und Anpassungen bereits frühzeitig identifizieren.

Bei der KPS-Methodik wird der Simultaneous-Engineering-Ansatz angewendet, eine prototypische Vorgehensweise, die sich branchenunabhängig einsetzen lässt. Ein großer Vorteil der Methode ist, dass sie Kosten reduziert und Zeiten einspart, da unter anderem die langwierige Blueprint-Phase entfällt. also die Analyse des alten Systems und das Beschreiben von Konzepten.

Abläufe lassen sich unmittelbar als End-to-End-Prozesse abbilden, sodass Mitarbeiter, Anwender und Unternehmen frühzeitig erkennen, wie spätere Prozessstrecken aussehen und wie sie sich im Gegensatz zu anderen Vorgehensweisen aktiv an deren Definition beteiligen können. Probleme werden so schneller sichtbar und lassen sich dadurch auch rascher lösen. Zusätzlich profitieren die betroffenen Anwender von einer frühen Heranführung an die neuen Systeme und Änderungsprozesse.

Transformationsprojekte verzögern sich oftmals oder scheitern gar, da Mitarbeiter nicht rechtzeitig eingebunden werden. Mit den sogenannten KPS Change Labors, einem Instrument im Change Management, werden Veränderungsprozesse validiert und Mitarbeiter geschult, sodass diese wiederum ihre Erkenntnisse und Informationen an ihre Kollegen weitertragen können. Durch diese kontinuierliche Integration der Fachbereiche werden Test- und Implementierungsphasen schneller eingeleitet. Die Projektlaufzeit verkürzt sich wesentlich und das Unternehmen spart Kosten.

Nachdem die neuen Prozesse und Systeme erfolgreich in die vorhandenen Strukturen implementiert wurden, steht das Unternehmen auf einer soliden und flexiblen Basis. Somit kann es schnell auf Marktveränderungen reagieren. In einem weiteren Schritt lassen sich nun konkret Prozesse im Supply-Chain-Management ergänzen oder optimieren. Die hierbei berücksichtigten ökologischen, sozialen und ökonomischen Faktoren sind im Vorfeld bereits festgelegt worden. Nur bei vorausgehenden integrierten und automatisierten Prozessen fällt es Unternehmen leichter, eine realistische, nachhaltige Supply Chain auf den Weg zu bringen.